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Archiv 2009 |
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Freitag, 16. Januar 2009, 20:00
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Sitzungssaal des Veitshöchheimer Rathauses, Erwin-Vornberger-Platz 1 |
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Friedrich Rückert Leben und Werk
Vortrag von Dr.
h.c. Rudolf Kreutner (Schweinfurt)
Eine Veranstaltung des Simon-Höchheimer-Gesellschaft
in Zusammenarbeit
mit der Rückert-Gesellschaft e.V. Schweinfurt
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Freitag, 13. März 2009, 19:30 Uhr
Landesbibliothek Coburg, Schloß Ehrenburg, Andromeda-Saal |
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Der Tag ist schön auf jenen Höh'n!
Friedrich Rückerts Kindertodtenlieder
Konzert mit Lesung
von Erna Rauscher-Steves (Mezzosopran)
und Jutta Müller-Vornehm
(Klavier)
Eine Veranstaltung der Landesbibliothek Coburg in Zusammenarbeit
mit der Rückert-Gesellschaft e.V. Schweinfurt
Eintritt: € 6,00
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Die Kindertodtenlieder
von Friedrich Rückert stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die von
der Rückert-Gesellschaft Schweinfurt in Verbindung mit der Landesbibliothek
Coburg präsentiert wird. Von verschiedenen Seiten nähern sich die Mitwirkenden
diesen berührenden Gedichten aus dem Jahr 1834. Um die Jahreswende 1833/34
waren innerhalb von drei Wochen zwei Kinder des Schweinfurter Poeten und
Gelehrten Luise und Ernst
an Scharlach gestorben. Dieses erschütternde Erlebnis bestimmt das dichterische
Schaffen von Friedrich Rückert in den darauf folgenden Monaten. In mehr
als 500 Gedichten versucht er, den Verlust der Kinder zu verarbeiten.
Fast 70 Jahre später beschäftigt sich
Gustav Mahler mit fünf dieser ergreifenden Gedichte. Auf tragische Weise
scheint diese Komposition fast wie eine düstere Vorahnung, denn drei Jahre
nach ihrer Vollendung stirbt Mahlers ältere Tochter. Im vergangenen Jahr
machte die Liederwerkstatt des Musikfestivals Kissinger Sommer Texte von
Friedrich Rückert zum Thema und gab neue Liedkompositionen in Auftrag.
Neben anderen komponierte der Komponist Wolfgang Rihm vier Lieder, von
denen eines zu hören sein wird. Auszüge aus den Tagebuchaufzeichnungen
der Luise Rückert und die Rezitation weiterer Gedichte runden den Abend
ab.
Dr. Rudolf Kreutner, Geschäftsführer der Rückert Gesellschaft Schweinfurt,
führt in diesen Abschnitt des Werks von Friedrich Rückerts ein. Die Sängerin
Erna Rauscher-Steves und die Pianistin Jutta Müller-Vornehm bestreiten
den musikalischen Teil des Abends.
Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die nachhaltige Unterstützung
der Landesbibliothek Coburg. Der Flügel wurde freundlicherweise von Hans-Dieter
Bauer zur Verfügung gestellt.
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Rezensionen
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Oft denk' ich, sie sind
nur ausgegangen
KONZERT Rückerts Kindertotenlieder.
VON GERHARD DEUTSCHMANN
Coburger Tageblatt 16. 3. 2009
Coburg
Im Winter 1833/34 starben zwei Kinder Friedrich Rückerts, die dreijährige
Luise und der fünfjährige Ernst, an Scharlach. Der Dichter sublimierte seinen
Schmerz in Kindertotenliedern, etwa 500 bis zum Ende seines
Lebens. Berühmt sind die Vertonungen von fünf Gedichten durch Gustav Mahler.
Sie bildeten den Mittelpunkt einer Veranstaltung der Landesbibliothek Coburg
und der Rückert-Gesellschaft Schweinfurt am Freitag im Andromeda-Saal der
Ehrenburg.
Gustav Mahler fühlte sich neben Gedichten aus Des Knaben Wunderhorn
besonders stark zu Rückert-Texten hingezogen, die er als Lyrik aus
erster Hand bezeichnete. Auch er verlor seine einzige Tochter durch
frühen Tod. Die 1901 und 1904 entstandenen Kindertotenlieder
nach Rückert inspirierten ihn zu einer Askese des beherrschten Gefühlsausdrucks,
der sich vor allem in der sparsamen, holzschnittartigen Instrumentation
der Orchesterfassung offenbart, aber auch in der herben Klavierfassung zum
Ausdruck kommt.
Man erlebte im Andromedasaal eine nachdrückliche, verinnerlichte bis dramatische
Wiedergabe der fünf Lieder durch die Mezzosopranistin Erna Rauscher-Steves
mit gut sitzender, in Höhe wie Tiefe gleichermaßen abgerundeter Stimme,
expressiver Gestaltung und guter Textverständlichkeit. Jutta Müller-Vornehm
agierte als technisch sichere, mit dynamisch differenziertem Anschlag sorgsam
mitgestaltende Begleiterin am Flügel. Mit innerer Spannung erklang Nun
will die Sonn' so hell aufgeh'n, versonnen Nun seh' ich wohl,
nachdenklich mit fließender Umspielung Wenn dein Mütterlein,
schwärmerisch Oft denk' ich, sie sind nur ausgegangen sowie
dramatisch mit komplexem Klaviersatz In diesem Wetter. Das endete
eindrucksvoll in verklärtem Schluss mit gekonntem mezza voce der Sängerin.
Es gab anhaltenden Beifall für diese erschütternden Lieder.
Nicht minder erschütternd sind die Tagebuchaufzeichnungen der leidgeprüften
Mutter Luise Rückert über das qualvolle Sterben der Kinder, die Erna Rauscher-Steves
zitierte.
Todestrauma bewältigt
Als moderne Ergänzung zum musikalischen Teil erklang eine erst im vergangenen
Jahr entstandene Vertonung des Rückert-Gedichts Verwelkte Blume
des bekannten Zeitgenossen Wolfgang Rihm. Kurz und expressiv, harmonisch
fast wie eine Mahler-Reminiszenz wirkend, hinterließ die Komposition nachhaltigen
Eindruck.
Dr. Rudolf Kreutner von der Rückert-Gesellschaft Schweinfurt gab eine fundierte
Einführung und referierte am Schluss kompetent über Rückerts Verarbeitung
des Todestraumas (1835 starb seine Schwester, 1857 seine Ehefrau). In seinem
Werk komm Friedrich Rückert nach anfänglicher Verzweiflung über emotionale
Selbstbeschwichtigung und Trost durch den christlichen Glauben schließlich
zu erneuter Lebensbejahung.

Die berührende Musik in der Ehrenburg boten
Sängerin Erna Rauscher-Steves und Pianistin Jutta Müller-Vornehm dar.
Foto: Müller
Eine musische Trauerarbeit
Konzert | Kindertotenlieder wecken Trauer und Freude zugleich
Von Dr. Peter Müller
Neue Presse Coburg 16. 3. 2009
Coburg
Franz Schubert wurde alles zum Lied Friedrich Rückert wurde alles
zum Gedicht. Und Gustav Mahler verband beides zu orchestraler Trauerbewältigung.
Ob mit affetioneller Orchesterbegleitung oder mit seiner Klavierfassung,
die fünf ersten Kindertotenlieder (1901-1904) bewegen nicht
nur die Musikliebhaber, sondern auch die Künstler.
Am Freitagabend, 13. März, sangen sich Rückert (1788-1866), der Universalgelehrte,
Orientalist und Dichter aus Neuses bei Coburg Universitätsgelehrter
in Erlangen und Berlin, Wegbereiter der Weltkulturforscher durch 42 Sprachräume
und Gustav Mahler (1860-1911), das österreichische Universalgenie
der Romantik in die Herzen der vielen Besucher des Andromeda-Saals der
Coburger Ehrenburg. Beide verbindet nicht nur die Trauerarbeit und intensive
Todeserfahrung. Friedrich Rückert verlor seine Tochter Luise (*1830) und
seinen Sohn Ernst (*1829) innerhalb eines Jahres an Scharlach (1833/1834);
Gustav Mahler fühlte sich auf Grund seiner verstorbenen Eltern und vieler
Geschwister von der gleichen Seelengestimmtheit betroffen.
Beide einte zudem eine tiefe religiöser Grundstimmung. Rückert war im
christlichen Glauben und der Hoffnung auf das ewige Leben verwurzelt.
Mahler war romantischer Weltbürger, der die exotistische Hoffnung auf
die Erhaltung aller geistigen Energie der Welt im Zen fand. Ewiges Leben
und Wiedergeburt zwei verschiedene und dennoch gleiche Träger,
das Elend der Welt zu verarbeiten. Mahler nannte die Lyrik Rückerts, als
er sie kennen lernte: Lyrik aus erster Hand (1905), da sie
keine in Neudeutsch Second hand-Erfahrung war. Rückert
verarbeitete seine Verzweiflung wie alle Alltagserlebnisse in Gedichtform.
Für Mahler waren die Erlebnisse des Todes und die Todesvisionen Antrieb
zu respektvollem und dennoch berauschendem Lied. Wie Wiegenlieder klingen
seine Kindertotenlieder, trotz der gelegentlichen emotionalen Schmerz-Ausbrüche
der technischen und virtuosen Ansprüche an die Kunst und die Künstler.
Mit den Sprüngen zwischen Alt- und Sopranstimme, die Mahlers Werk auszeichnen,
demonstrierte Erna Rauscher-Steves die Einheit von Inhalt und Darbietung
dieser berührenden Musik. Zurückhaltend und aufbegehrend im Leid sang
sie klar und ohne Selbstdarstellung die fünf Totengesänge Rückerts und
Mahlers. Nun will die Sonn' so hell aufgeh'n, Nun seh'
ich wohl; warum so dunkle Flammen, Wenn dein Mütterlein,
Oft denk' ich, sie sind nur ausgegangen und In diesem
Wetter ließen den Atem anhalten und schufen einen Kloß im Hals.
Die gesangliche Leistung war so beeindruckend wie die Werke. Jutta Müller-Vornehm
(beide Künstlerinnen waren aus Schweinfurt angereist) am Piano trug mit
kräftigem Anschlag und korrektem Timbre das ihre zum Erfolg der Aufführung
bei.
Erna Rauscher-Steves zeigte sich nicht nur als Sängerin mit enormer Fähigkeit,
die Stimme zu belasten und über mehrere Oktaven zu glänzen, aus, sondern
auch als Leserin. Beeindruckend ohne Kommentar und auch ohne Applaus,
wegen der allgemeinen Betroffenheit las sie aus Luise Rückerts (1797-1857)
minutiösen Tagebuchaufzeichnungen zum Kindertod. Wolfgang
Rihms (*1952) Vertonung von 2008 knüpfte an Mahlers Kompositionsintensität
nahtlos an. Verwelkte Blume nach Rückert/Mahler beendete das
künstlerische Programm, zu dem Rudolf Kreutner (Rückert-Gesellschaft Schweinfurt)
den historischen Rahmen vortrug und Gedichte, die im weiteren Werk Rückerts
an den Kindertod von 1822/34 gemahnten. Traurig und schön. In jedem
Fall ein besonderes Erlebnis.
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Samstag, 16. Mai 2009, 15:00 Uhr, Petersgasse 3, Schrotturm, Erdgeschoß
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Friedrich Rückert 221. Geburtstag
Gedichte und anderes mit
Dr. h.c. Rudolf Kreutner und
Dr. Heiko Brüsch (Schweinfurt)
Eine Veranstaltung des Seniorenbüros Schweinfurt
in Zusammenarbeit mit der Rückert-Gesellschaft e.V. |
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Lassen Sie sich verzaubern und
das gleich dreifach! Einmal vom Wonnemonat Mai, ein zweites Mal von der
Poesie des Maienkinds Friedrich Rückert, die Dr. Rudolf Kreutner vom Kulturamt/Rückert-Gesellschaft
e.V. präsentieren wird und schließlich durch die Zauberkunst von
Dr. Heiko Brüsch.
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Sonntag, 17. Mai 2009, 7:30 Uhr |
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Auf Friedrich Rückerts Spuren
Auf dem Steigerwald-Panoramaweg
von Bamberg nach Eltmann
Rückert-Wanderung
unter der Leitung von Hans Schömburg
Treffpunkt Theater Schweinfurt
Eine Veranstaltung des Touristenvereins
Die Naturfreunde e.V.
und der Rückert-Gesellschaft e.V.
Teilnehmergebühr: 15,00 € |
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In einem Brief vom 9. Oktober 1827
an seine Gattin Luise geb. Wiethaus-Fischer (1797-1857) beschreibt Rückert
detailliert seine Wanderung von Bamberg nach Schweinfurt, wo an der Weinlese
auf dem elterlichen Weinberg teilnehmen wollte. Aus diesem Anlaß steht
die Teilstrecke bis Eltmann, wo Rückert übernachtete, auf unserem diesjährigen
Wanderprogramm.
Wegen der An- und Rückfahrt mit dem Bus ist das Lösen einer Teilnehmerkarte
ab 4. Mai in der Tourist-Information (im Museum-Georg-Schäfer, Brückenstr.
20; Öffnungszeiten: Mo - Fr 10:0 0- 18:00 Uhr, Sa 10:00 - 14:00 Uhr) oder
eine verbindliche mündliche Anmeldung (bis 15. Mai) unter der Telefon-Nr.
0 97 21/5 83 59 erforderlich.
Die Wegstrecke beträgt ca. 24 km (Teilwanderungen möglich), die Wanderzeit
ca. 6 Stunden.
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Samstag, 1. August 2009, 18:00 Uhr
Garten der Friedrich-Rückert-Gedenkstätte Neuses
96450 Coburg-Neuses, Friedrich-Rückert-Str. 1 |
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Die duftenden Gärten des Orients
mit Drs. S.
Yussuf und Ursula
Assaf (Libanon)
sowie dem Oud-Spieler und Komponisten Roman
Bunka (München)
Eine Veranstaltung der Friedrich-Rückert-Gedenkstätte
Neuses
in Zusammenarbeit mit der Rückert-Gesellschaft e.V.
(Die Veranstaltung wird gefördert von der Stadt Coburg)
Alle Jahre ziehen in unserem Land Gartenausstellungen auf Landes- oder
Bundesebene mit ihrer Blütenpracht und ihrem Artenreichtum Tausende von
Besuchern an. Der Garten spiegelt in der Literatur und Kunst
die Sehnsüchte der Menschen wider und einen Garten haben stellt
für viele Zeitgenossen ein großes Glück dar
dabei steht der Garten weniger als Versorgungsfläche mit Gemüse und Salaten
im Vordergrund als vielmehr als Raum der Ruhe, der Entspannung und der
Lebensfreude. Friedrich Rückert hat sich nicht nur dichterisch dem Garten
genähert, sondern er hat in Neuses bei Coburg seinen Hausgarten als Park
und Rosengarten liebevoll gestaltet. Für die Menschen des Vorderen Orients
mit seinen hohen Temperaturen und geringen Niederschlagsmengen spielt
der Garten eine zentrale Rolle: Sie bildeten in der Gartenarchitektur
wahre Kunst- und Phantasiegärten, und im Bereich der Lyrik und Prosa sind
herausragende Werke überliefert. Bereits die Baumgärten des Alten Ägypten
dokumentieren diesen hohen Stellenwert, finden sich doch Abbildungen dieser
Gärten in den Ausmalungen der Grabkammern der Pharaonen. Und die hängenden
Gärten der Semiramis zählen zu den sieben Weltwundern. Der Adonis-Mythos
verlangte geradezu nach einem Garten und die Zurückhaltung des Islam bei
der Abbildung vom Menschen und Tieren erklärt das Wesen und die Gestalt,
aber auch die Bedeutung des Islamischen Garten. In lyrischen Kreisen wollen
wir uns nach einer grundlegenden Einführung durch Frau Dr. Ursula Assaf
in die literarische Welt der Duftenden Gärten des Orients
entführen lassen, sowohl im arabischen Originalton (Dr. S. Yussuf Assaf)
als auch in deutscher Übersetzung. Wenn Wetter und Lichtverhältnisse es
erlauben, werden Bildeindrücke die literarischen Bilder verstärken und
wird Musik den Sinneneindruck steigern.
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Dienstag, 27. Oktober 2009, 19:30
Museum Otto Schäfer, Judithstr. 16, 97422 Schweinfurt |
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Wanderleben.
Aus dem Leben eines Wanderarbeiters im mittleren Europa von 1886.
Lesung von Klaus
Gasseleder (Erlangen)
aus seinem eben erschienenen Buch
Eine Veranstaltung der Rückert-Gesellschaft
e.V. in Zusammenarbeit mit dem
MUSEUM OTTO SCHÄFER und der Volkshochschule Schweinfurt
Eintritt: € 3,00 (Mitglieder €
2,00) |
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Der auf biographischen Daten fußende Roman erzählt
Ausschnitte aus dem Leben des Franz Zurmann, der 1886 in Gorazde (Bosnien)
geboren wurde und 1936 in Schweinfurt verstarb. Bereits als Zwölfjähriger
verließ Franz das Elternhaus und schlug sich zunächst als Laufbursche
in Wien, dann als Knecht, Kutscher, Lebensmittelverkäufer, Kantinenwirt,
Eisenbahnbauarbeiter in der Unter- und Obersteiermark, Tirol, Salzburg
usw. durch. Insgesamt führt das dem Roman zugrundeliegende Arbeitsbuch
17 Arbeitsstellen auf, bis sich der 27-jährige im Jahre 1913 als Fabrikarbeiter
in Schweinfurt niederließ. Vor dem jeweiligen historischen und geographischen
Hintergrund zeigt der in Schweinfurt geborene und aufgewachsene Schriftsteller
Klaus Gasseleder auf, wie die Entwicklung eines mittellosen Arbeiterkindes
aus dem von Österreich-Ungarn besetzten Bosnien zum überzeugten Sozialdemokraten
und Pazifisten in einer Zeit möglich war, für die vor allem Franz Grillparzers
Wort Der Weg der neueren Bildung geht von Humanität durch Nationalität
zur Bestialität. Geltung erlangt hat.
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Samstag, 21. November 2009, 10:30
Uhr
Bibliothek der Kunsthalle Schweinfurt, Rüfferstr. 4, 97421 Schweinfurt |
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Jahresmitgliederversammlung
Anschließend wird Frau Professor Dr. Irma Ratiani
vom Shota-Rustaveli-Institut für Georgische Sprache und Literatur in Tiflis
in einem Kurzvortrag die Arbeit ihrer Einrichtung vorstellen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen sind Sie herzlich zu einer kostenlosen
Führung durch die neue Kunsthalle der Stadt Schweinfurt eingeladen
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