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1787 |
Am 14. Juli heiraten in Schweinfurt Rückerts Eltern,
der Hofadvokat Johann Adam Rückert (* 3.I.1763 in Hildburghausen)
und die Advokatentochter Maria Barbara Schoppach (* 15.IV.1766 in Schweinfurt-Oberndorf).
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1788
1792
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Am 16. Mai kommt in Schweinfurt
Friedrich Rückert zur Welt. Er wird auf die Namen Johann Michael
Friedrich getauft.
In Schweinfurt werden 1790 Rückerts einziger Bruder Heinrich
( 1818) und 1791 die älteste Schwester Sabine Sophie (
1848) geboren.
Die Familie Rückert zieht nach Oberlauringen, wo der Vater bis
1802 als Amtmann am freiherrlich Truchseßschen Justiz-
und Kameralamt tätig ist. In Oberlauringen werden Rückerts
Schwestern Anna Magdalena (1793-95), Ernestine Helene (1795-97) und
Susanna Barbara (1797-1801) geboren. Friedrich Rückert erhält
Unterricht in der Dorfschule und bei der Geistlichkeit. |
| Rückerts Geburtshaus |
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1797 |
Am 17. November wird Rückerts
spätere Frau, Luise Wiethaus-Fischer ( 1857), in Bayreuth geboren. |
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1802-05 |
Schweinfurter Gymnasium Gustavianum,
das er am 4. Oktober 1805 mit sehr guten Abschlußnoten verläßt. |
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1803-06 |
Rückerts Vater lebt als Territorialcommissair
mit der Familie in Rügheim. |
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1805 |
Am 9. November läßt sich
Rückert an der Universität Würzburg als Student der Jurisprudenz
einschreiben. Er wohnt in der Kapuzinerstraße 34 und schließt
Freundschaft mit dem Medizinstudenten Christian Stockmar (1787-1863; 1821
geadelt) aus Coburg. |
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1806-07 |
Rückert belegt neben Jura auch
Griechische Mythologie und (1807) Naturphilosophie. |
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1807-09 |
Die Familie Rückert lebt in
Seßlach, wo der Vater nun seinen Dienstsitz hat. In den Semesterferien
verfaßt Friedrich Rückert hier seine ersten Gedichte. Im Wintersemester
1807/08 wohnt er in Würzburg in der Sandergasse und hört erstmals
Vorlesungen über Hebräische Sprache. |
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1808 |
Sommersemester (ab 13. April) in
Heidelberg. Rückert hört Staatsrecht, aber auch Metrik
bei Heinrich Voß dem Jüngeren (1779-1822). Das Wintersemester
1809/10 wieder in Würzburg. Abschluss der Studienzeit. |
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1809 |
Die Familie Rückert hat nun
ihren Wohnsitz in Ebern, wohin es Rückert bis 1821 immer wieder hinzieht. |
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1810 |
Am 15. November wird in Ebern Rückerts
jüngste Schwester Maria Ludovika geboren ( 1835). Ende des Jahres
geht Rückert mit seinem Bruder Heinrich (1790-1818) nach Jena. |
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1811 |
In Jena am 20. Februar Promotionsexamen
mit anschließender spektakulärer Disputation, in der Rückert
auf die orientalischen Ursprünge des griechischen Geisteslebens verweist.
Im Wintersemester 1811/12 Privatdozent in Jena. Es entsteht der Zyklus Aprilreiseblätter
und er befaßt sich mit ersten dramatischen Versuchen (Schloß
Raueneck). |
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1812 |
Rückert verlässt am 16.
April Jena ohne Vorlesungsvorschläge für das Sommersemester und
kehrt zu den Eltern nach Ebern zurück. Im Juni entsteht der Sonettenzyklus
Agnes Todtenfeier anläßlich des Todes der von
ihm verehrten Agnes Müller (15.XI.1796 - 9.VI.1812). Im Wirtshaus Auf
der Specke in Eyrichshof bei Ebern lernt er die Wirtstochter Maria
Elisabeth Geuss (genannt Marielies; * 20.II.1796) kennen und
widmet ihr 1812/13 den Gedichtkranz Amaryllis, ein Sommer auf dem
Lande. |
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1813 |
Rückert verläßt
um den 21. Januar fluchtartig Hanau, wo er eine Anstellung als Lehrer am
Gymnasium erhalten hatte. Anschließend stößt er zur Tafelrunde
des Christian Truchseß von Wetzhausen auf der Bettenburg (1755-1826),
der sich auch Männer wie Jean Paul (1763-1825), Heinrich Voß
d. J., Friedrich de la Motte Fouqué (1777-1843) und Gustav Schwab
(1792-1850) zugehörig fühlen. Es entstehen die Geharnischten
Sonette gegen die Herrschaft Napoleons und im Dezember die Fünf
Märlein zum Einschläfern für mein Schwesterlein. |
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1814 |
Die Geharnischten Sonette
erscheinen in Heidelberg unter dem Pseudonym Freimund Reimar.
Besuch Rückerts bei Superintendent Christian Hohnbaum (1747-1825) in
Rodach bei Coburg, dem er die Idylle Rodach widmet. |
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1815 |
Auf Vermittlung seines Freundes
Karl August von Wangenheim (1773-1850) tritt Rückert Ende des Jahres
bei Friedrich von Cotta (1764-1832) in Stuttgart als Redakteur des Morgenblattes
ein. |
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1816 |
Rückerts revolutionäre
Kleidung und Haartracht führen fast zur Ausweisung aus dem Königreich
Württemberg. Freund Wangenheim und Kronprinz Wilhelm (1781-1864; 1816
Kg.) verhindern dies. Rückert lernt in Stuttgart Ludwig Uhland (1787-1862)
kennen. |
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1817 |
Rückert gibt seine Tätigkeit
beim Morgenblatt auf. Bei Cotta erscheint sein Gedichtzyklus
Kranz der Zeit. Im Hochsommer Antritt der Italienreise über
Zürich und Luzern. Ab Ende September ist er in Rom, wo er im Kreis
der deutschen Künstler verkehrt. Beginn der lebenslangen Freundschaft
mit seinem Freund und Kupferstecher Carl Barth (1787-1853).
Es enstehen Italienische Gedichte, darunter u. a. Aus
der Jugendzeit. |
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1818 |
Rückert in Rom. Im Frühjahr
dort Zusammentreffen mit dem bayerischen Kronprinzen Ludwig (dem späteren
König Ludwig I., 1786-1868; 1825 Kg.). Besuche in Neapel, auf Capri
und in den Albaner Bergen. Abreise von Rom am 20. Oktober mit dem schwedischen
Lyriker Per Daniel Amadeus Atterbom (1790-1850). In Wien läßt
sich Rückert durch Joseph von Hammer (1774-1856; ab 1835 von Hammer-Purgstall)
in die Welt der orientalischen Sprachen einführen. |
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1819 |
Im Februar Rückkehr nach Ebern,
ins Elternhaus. Es entstehen die ersten Gedichte, welche die im arabischen
wie im persischen Sprachraum beliebte Gedichtform des Ghasels aufnehmen.
In Ebern beginnt Rückert intensive orientalische Sprachstudien. |
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1820 |
Im August besucht August von Platen
(1796-1835) Rückert in Ebern. Auch Platen befaßt sich mit der
Form des Ghasels. Im Oktober zieht Rückert nach Coburg, um die Schätze
der dortigen herzoglichen Hofbibliothek benützen zu können. |
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1821 |
Rückert bezieht Quartier im
Haus der Familie von Luise Wiethhaus-Fischer. Seiner Liebe zu ihr verleiht
er Ausdruck in der umfangreichen Gedichtsammlung Liebesfrühling.
Am 26. Dezember heiraten die beiden.
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| Liebesfrühling |
Dichterstube |
aus dem Morgenland |
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1822 |
Die Östlichen Rosen,
Gedichte in persischer Manier, erscheinen. Goethe (1749-1832) bespricht
das Werk recht positiv in seiner Zeitschrift Über Kunst und Altertum. |
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1823 |
Am 14. Februar kommt Rückerts
erster Sohn Heinrich in Coburg zur Welt, er wird später Germanist (
1875). |
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1824 |
Der zweite Sohn Karl (später
Arzt in Coburg, 1899) wird am 10. April in Coburg geboren. |
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1826 |
Am 23. Februar Geburt des dritten
Sohnes August, der später das Gut Neuses bewirtschaften wird (
1880). Die Makamen des Harari, ein Hauptwerk Rückerts,
erscheinen. Mit Wirkung vom 1. Oktober wird Rückert zum ordentlichen
Professor der orientalischen Sprachen an der Universität Erlangen
ernannt. Umzug nach Erlangen, zunächst in die heutige Dreikönigstraße
1-3, bald aber bezieht die Familie in ein neues Domizil (bis 1830) in der
heutigen Goethestraße 5-7. |
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1827 |
Der vierte Sohn Leo wird in Coburg
geboren. Er wird Landwirt ( 1904). |
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1828 |
Rückerts Nachdichtung des Nal
und Damajanti aus dem indischen Nationalepos Mahâbhârata
erscheint im Druck. |
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1829 |
Am 4. Januar wird der fünfte
Sohn Ernst geboren ( 1834). In diesem Jahr entsteht der Gedichtzyklus
Erinnerungen aus den Kinderjahren eines Dorfamtmannsohnes. Rückert
beginnt die Übersetzung von Jayadevas Gitagovinda (Fertigstellung
1832; Erstdruck 1837). |
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1830 |
Umzug in die Erlanger Wohnung Südliche
Stadtmauerstraße 28. Geburt der ersten Tochter Luise (25. Juni;
1833). |
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1831 |
Am 31. August stirbt in Schweinfurt
Rückerts Vater. Im Dezember vollendet Rückert die Übersetzung
des Schi-King (Druck 1833). |
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1832 |
Am 6. Januar Geburt des sechsten
Sohnes Karl Julius, der bereits drei Tage später stirbt. Die neu gegründete
Hochschule Zürich will Rückert als Lehrer anstellen. |
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1833 |
Fußwanderung durch die Fränkische
Schweiz und das Fichtelgebirge (August). Im November erkranken alle Rückert-Kinder
am Scharlach. Das Töchterlein Luise (* 1830) stirbt am 31. Dezember. |
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1834 |
Am 16. Januar stirbt auch der vierjährige
Ernst (* 1829). Rückert verfaßt die Kindertodtenlieder
(erst 1872 veröffentlicht, einige vertonte später Gustav Mahler).
Es erscheint der erste Band der Gesammelten Gedichte, die bis
1838 auf sechs Bände anwachsen. |
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1835 |
Am 24. Juni stirbt in Schweinfurt
Rückerts jüngste Schwester Maria (* 1810), einen Tag später
wird in Erlangen das achte Kind geboren, die zweite Tochter: Marie. Sie
lebt bis 1920, bleibt unverheiratet und veröffentlicht nach Rückerts
Tod Teile von dessen Alterslyrik (Poetisches Tagebuch). Am 31.
Dezember stirbt Rückerts Mutter in Schweinfurt. |
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1836 |
Eine Reise führt Rückert
nach München, Salzburg, Tirol und ins bayerische Alpenland. Er trifft
auf Schloß Hohenschwangau mit dem bayerischen Kronprinzen Maximilian
(1811-1864; Kg. 1848) zusammen. Rückerts großes Lehrgedicht Die
Weisheit des Brahmanen erscheint in sechs Bänden bis 1839. |
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1837 |
Die Familie Rückert bezieht
in Erlangen ein eigenes Haus (heute Goethestraße 23). Der siebte Sohn
Fritz wird geboren (27. Januar; er ergreift später die Offizierslaufbahn
und stirbt bereits 1868). Die Sieben Bücher morgenländischer
Sagen und Geschichten sowie Erbauliches und Beschauliches aus
dem Morgenland erscheinen im Druck. |
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1838 |
Am 1. Januar verleiht König
Ludwig I. Rückert das Ritterkreuz des Königlichen Verdienst-Ordens
vom heiligen Michael. In Erlangen erscheint die Übersetzung des
persischen Heldenepos Rostem und Suhrab. Rückert
kann von seiner verwitweten Schwiegermutter das Gut Nattermannshof
in Neuses bei Coburg erwerben.
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Rückerts Wohnhaus in Neuses
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1839 |
In Erlangen kommt das zehnte und
letzte Rückert Kind, die dritte Tochter Anna zur Welt (12. Mai; sie
heiratet später den Coburger Arzt Friedrich Berger, lebt bis 1919). Bei
Weidmann in Leipzig erschienen die Brahmanischne Erzählungen,
bei Cotta in Stuttgart das Leben Jesu, Evangelienharmonie in gebundener
Rede . |
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1841 |
Im März erreicht Rückert
ein sehr vorteilhaftes Lehrangebot aus Berlin. Im Juni bittet Rückert
König Ludwig I. von Bayern um seine Entlassung. Preußenkönig
Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) ernennt ihn zum Geheimen Regierungsrat
und Professor der orientalischen Sprachen an der Universität Berlin.
Rückert trifft am 3. Oktober in Berlin ein. Rückert vollendet
das Drama König Arsak von Armenien. |
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1841-48 |
Rückert muß in Berlin
nur während der Wintersemester lesen. Anfängliche Hoffnungen auf
Erfolge mit neuen Bühnenstücken (Saul und David, Druck
1843; Herodes der Große, Druck 1844; Kaiser Heinrich
IV., Druck 1844; Cristofero Colombo, Druck 1845) erfüllen
sich in Berlin nicht. Rückert kann sich mit dem Leben in Berlin nicht
anfreunden. Die warme Jahreszeit verbringt er auf seinem Gut in Neuses bei
Coburg, wo er sich auf dem Goldberg eine Dichterklause bauen läßt.
1843 erscheint bei Cotta in Stuttgart Amrilkais, der König und
Dichter, eine Übersetzung aus dem Arabischen, 1845 bei Liesching
Das Leben der Hadumod und schließlich 1846 die Hamâsa,
eine Sammlung altarabischer Heldenlieder, Rückerts letzte große
Erstveröffentlichung. Für das Wintersemester 1846/47 meldet sich
Rückert krank. Am 17. März 1848, einen Tag vor Beginn der Barrikadenkämpfe,
verläßt Rückert Berlin für immer in Richtung Neuses.
Das folgende Semester 1848/49 wird ihm erlassen und 1849 erfolgt auf eigenen
Wunsch seine Pensionierung. |
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1850 |
Am 22. Mai tauft der Schweinfurter
Schiffer Friedrich Daniel Dittmar ein Binnenschiff auf Rückerts Namen.
Im Juni schließt Rückert die Übersetzung von Saadis
Bostan (Druck 1882) ab und wendet sich dem persischen Nationalepos
Schahname des Firdosi (939-1020) zu. Am 19. Juli stirbt in Coburg
sein alter Freund Karl August Freiherr von Wangenheim (* 1773). |
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1853 |
Im September stürzt sich der
alte Freund und Kupferstecher Carl Barth zu Tode (* 1787). Am
28. November ernennt König Maximilian II. von Bayern Rückert zum
Mitglied des Maximilians-Ordens für Wissenschaft und Kunst. |
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1854 |
Beginn der Dichter-Freundschaft
mit dem jungen Felix Dahn (1834-1912). |
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1855 |
Der Schriftsteller Gustav Freytag
(1816-1895) besucht Rückert in Neuses. |
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1856 |
Übersetzung von Kalidasas Sakuntala
(Druck 1867). |
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1857 |
Rückert übersetzt aus
dem Atharwaveda (Druck 1923). Am 26. Juni stirbt seine Frau
Luise (* 1797) nach schwerem Leiden. |
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1858 |
Übersetzung der Idyllen
des Theokrit (Druck 1867). |
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1859 |
Am 24. April ordnet Rückert
seine finanziellen Verhältnisse durch einen Güterübergabe-
und Teilungsvertrag für seine Kinder. |
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1862 |
Der junge Dichter Martin Greif (1839-1911;
eigentlich Friedrich Hermann Frey) besucht Rückert in Neuses. |
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1863 |
Am 9. Juli stirbt Rückerts
Freund Christian von Stockmar (* 1787) in Coburg. |
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1864 |
Das Freie Deutsche Hochstift
läßt Rückerts Büste am 28. März im Frankfurter
Goethehaus aufstellen. Bertha Froriep (1833-1920), Schwester seiner Schwiegertochter
Alma (1832-1910), malt Rückerts Altersporträt (weitere Ausarbeitung
bis 1888). |
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1865 |
Rückerts Geburtsstadt Schweinfurt
ernennt ihn am 15. April zum Ehrenbürger. Kaiser Maximilian von Mexiko
(1832-1867) überreicht das Commandeur-Kreuz des Ordens Unserer
Lieben Frau von Guadalupe. Gegen Jahresende porträtiert Karl
Hohnbaum (1825-1867), ein Enkel des Rodacher Freundes Christian Hohnbaum,
den an Darmkrebs leidenden Dichter. |
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1866 |
Am 31. Januar gegen 10 Uhr 45
stirbt Friedrich Rückert in seinem Haus in Neuses und wird unter großer
Anteilnahme am 3. Februar zu Grabe getragen.
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